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Regen

Der kalte, eisige Regen
prasselt gegen die Fensterscheibe
rinnt an ihr hinab
um unten einfach zu zerfließen
und zu verschwinden.
Warum können Worte
nicht genauso an mir hinabfließen
und auf dem Boden
versickern, vertrocknen, verschwinden?
Stattdessen dringen sie ein,
zerfetzen, was sie berühren
Herz, Magen, Lunge, Seele.
Sie hinterlassen Kälte,
eisige Kälte,
Zittern, Schmerzen,
Einsamkeit.
Man kann den Regen abwischen,
man kann ihn trocknen,
doch Worte erzeugen Gefrierbrand
fressen sich in die Haut,
sie bleiben.
Denn wer erinnert sich an den Regen?
Niemand.

[14.11.2009 - 02:46 Uhr - Schlaflos.]

November 14, 2009Melli 1 Comment »
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