Posts Tagged ‘Tod’

Lebensmüll

Letztlich lief ich morgens durch die Kälte, den üblichen Weg zum Bus. Ich lief bergab, überquerte die Straße, kam an einem Briefkasten, einem Altenheim und einem Haus vorbei (Wer tut das nicht?). Ich stopfte einen Brief in den besagten Briefkasten und stellte fest, dass dort beim Altenheim Sperrmüll war. Während ich der Bushaltestelle näher kam, sahen meine Gedanken etwa so aus “Verdammt, ich müsste auch mal Sperrmüll bestellen”. Ja, ihr habt richtig gehört: Sperrmüll bestellen. Hier gibt es keinen allmonatlichen und regelmäßigen Sperrmüll. Hier muss man  den anmelden und abholen lassen und 2x im Jahr hat man den frei.

Nun stand ich da also, an der Bushaltestelle, wartete auf meinen 6.16 Bus, mit meinem Kaffee-to-go (die Becher gibt es bei Ebay, falls es euch interessiert und somit kann ich länger schlafen, außerdem reduzieren sich meine Spültassen um mindestens 50%) und dachte darüber nach, was ich auf den Sperrmüll schmeißen könnte.

Nach getaner Arbeit lief ich eben den oben benannten Weg verkehrt herum und blieb abermals an dem Briefkasten stehen um zu sehen, wann dieser geleert würde. Mein Blick blieb auf dem Sperrmüll hängen und dann wurde mir erst richtig bewusst, was mir morgens noch gar nicht klar wurde: Der Sperrmüll bedeutete Tod. Nicht überall so deutlich, wie vor dem Altenheim, aber Tod für jene Lebensbruchstücke, die keinen Platz mehr in einem Leben fanden.

Und nun stand da ich da und analysierte Bilder mit alten Rahmen, die durchgesessene Eckbank mit altem verschrobenen Muster und die Schubladen, die dort wie offene Bücher lagen. Ich dachte mir ein Leben dazu aus und wurde traurig darüber, dass es anscheinend niemanden gab, der die Bilder wenigstens als Erinnerung behalten wollte.

Der Mensch ist fort und mit ihm seine Erinnerungen, sein Leben und ebenso sein Hab und Gut.

November 5, 2010Melli 8 Comments »
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Meine Meinung: Amok auf der Bühne

Letztlich in der Arbeit las ich Bildzeitung. Im Pausenraum ist es langweilig, also liest man einfach mal, wenn man neben Essen ansonsten keine Beschäftigung hat. Auch wenn ich nicht unbedingt BILD-Fan bin, so muss ich ja noch lange nicht glauben, was alles drin steht, geschweige denn wirklich jede Einzelheit Ernst nehmen, denn seien wir mal ehrlich: Das meiste ist Mist. ;)

So las ich also bei Kaffee und Joghurt (das ist übrigens etwa eine Woche her) und entdeckte einen Artikel. Dieser handelte von einem Theaterstück, das ziemlich hart kritisiert wurde und darüber rege ich mich nun doch etwas auf.

Dieses Theaterstück handelt von einem Amoklauf. Normale Schüler, die einen mehr oder weniger belastet, deren Miteinander und ein Amoklauf.

Ich hab gerade mal bei bild.de gesucht und fast den selben Artikel gefunden, den ich einfach mal verlinke: Bild.de (In der Zeitung wurde es als ziemlich geschmacklos dargestellt)

Meine Meinung:
Warum sollte man dieses Stück nicht aufführen? Natürlich stößt es an, an die Themen, die immer aktuell sind, aber die Menschen, die es als geschmacklos titulieren, sind eigentlich die Menschen, die wegsehen. Denn das Stück zeigt auf: Das sind normale Menschen, wie du und ich, es kann überall passieren. Und das wichtigste: Es regt zum Nachdenken an.
Die Frage sollte nicht lauten: Ist das geschmacklos? Sondern sie sollte heißen:  Warum passiert das? Wo leben wir? Was kann man dagegen tun?

Ich habe ein paar Kommentare gelesen in denen es hieß, man sollte Respekt vor Opfern und Hinterblieben zeigen und dies deshalb nicht aufführen. Aber hat das nicht den Sinn, dass man nachdenkt, sinniert, Lösungen sucht? Dient den Opfern und Hinterbliebenen nicht auch ein wenig? Ist es nicht wenigstens ein kleiner Trost?

Was im übrigen auch interessant ist:  Ich war schon in einem Theaterstück zu “Ich knall euch ab!”. Das ist nun schon ca. 4 Jahre her, handelte auch von einem Amoklauf und da hat sich noch kein Schwein dafür interessiert.

März 31, 2010Melli 5 Comments »
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Gedicht: Vampir

Ein etwas holpriges und somit unbeholfenes Gedicht.
Davon hab ich heute geträumt. Allerdings war ich der Kerl, das war verwirrend. :D

Ich schreite durch’s Dunkel
- gerufen von dir
Ich komme schon bald,
habe keine Angst vor ihr.

Dort beim alten Baum
erwartest du mich
und es ist kein Traum,
denn ich sehe dich!

Knisterlaub, feucht und kalt
Ein Mond so rot wie Blut
Wind treibt Schatten in den Wald
Mond taucht ihn in Glut.

Ich hab lang auf dich gewartet
weißes Kleid, langes Haar
und jetzt ganz unerwartet
bist du plötzlich da.

Unsere Liebe wird ewig sein
an deinen Lippen hängt der Tod
nun bin ich nicht mehr allein,
und das vorm nächsten Morgenrot.

Das Gedicht ist etwa 2 Monate alt, passte aber irgendwie gut zum Traum.

Februar 28, 2010Melli No Comments »
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Gedenket ihm!

Les Paul, der legendäre E-Gitarren-Erfinder und Star-Gitarrist ist im Alter von 94 Jahren gestorben.
Ich bin überzeugt, dass wir diesem Menschen verdammt viel zu verdanken haben!
94 ist ein stolzes Alter und ich bin sicher, dass auch später noch einige Menschen dankend (möglicherweise auch Musik hörend) an ihn denken werden.

Danke Les!

August 17, 2009Melli No Comments »
FILED UNDER :Allgemein , Musik
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