Posts Tagged ‘Leben’

Update

Aus recht unglücklichen Zuständen ist es dazu gekommen, dass ich mein weiteres Dasein in Braunschweig friste. Eine schöne Stadt, wenn ihr mich fragt – die viel zu bieten hat. Desweiteren ist zu sagen, dass man Menschen leider nur vor und nicht in den Kopf schauen kann, was bedeutet, dass man einen Menschen auch nach 4 Jahren nicht zwangsläufig gut kennen muss.. Das ist der Lauf der Dinge, meine Lieben.

Nun bin ich hier und versuche das beste daraus zu machen.
Eine liebe Freundin hat mich bei sich aufgenommen und ich versuche möglichst schnell wieder auf eigene Beine zu kommen, was sich gar nicht so einfach gestaltet, wie gedacht. Was da an Ämterkram wartet. Das eine geht nicht ohne das andere, dieses geht nicht ohne jenes… Bis man da mal durchgeblickt hat… 27 Seiten Antrag allein für die Halbwaisenrente.. Da glaubt man, man spinnt.. Aber gut, muss ja alles gemacht werden. Da muss ich allerdings noch warten (wegen Amt, Geburtsurkunde, hastenichtgesehen) … Das Amt wird morgen aufgesucht und da mache ich dann nochmal Feuer unterm Arsch mit vollem Aufgebot an Daten. Die werden von mir erschlagen mit Infos.. Ich hoffe nur, der/die Sachbearbeiter/in ist nett.. Man kann ja auch Pech haben… Das erste Vorstellungsgespräch hab ich auch schon hinter mir, allerdings fiel das etwas … komisch aus. Man darf gespannt sein.

Juli 17, 2011Melli 5 Comments »
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Lebensmüll

Letztlich lief ich morgens durch die Kälte, den üblichen Weg zum Bus. Ich lief bergab, überquerte die Straße, kam an einem Briefkasten, einem Altenheim und einem Haus vorbei (Wer tut das nicht?). Ich stopfte einen Brief in den besagten Briefkasten und stellte fest, dass dort beim Altenheim Sperrmüll war. Während ich der Bushaltestelle näher kam, sahen meine Gedanken etwa so aus “Verdammt, ich müsste auch mal Sperrmüll bestellen”. Ja, ihr habt richtig gehört: Sperrmüll bestellen. Hier gibt es keinen allmonatlichen und regelmäßigen Sperrmüll. Hier muss man  den anmelden und abholen lassen und 2x im Jahr hat man den frei.

Nun stand ich da also, an der Bushaltestelle, wartete auf meinen 6.16 Bus, mit meinem Kaffee-to-go (die Becher gibt es bei Ebay, falls es euch interessiert und somit kann ich länger schlafen, außerdem reduzieren sich meine Spültassen um mindestens 50%) und dachte darüber nach, was ich auf den Sperrmüll schmeißen könnte.

Nach getaner Arbeit lief ich eben den oben benannten Weg verkehrt herum und blieb abermals an dem Briefkasten stehen um zu sehen, wann dieser geleert würde. Mein Blick blieb auf dem Sperrmüll hängen und dann wurde mir erst richtig bewusst, was mir morgens noch gar nicht klar wurde: Der Sperrmüll bedeutete Tod. Nicht überall so deutlich, wie vor dem Altenheim, aber Tod für jene Lebensbruchstücke, die keinen Platz mehr in einem Leben fanden.

Und nun stand da ich da und analysierte Bilder mit alten Rahmen, die durchgesessene Eckbank mit altem verschrobenen Muster und die Schubladen, die dort wie offene Bücher lagen. Ich dachte mir ein Leben dazu aus und wurde traurig darüber, dass es anscheinend niemanden gab, der die Bilder wenigstens als Erinnerung behalten wollte.

Der Mensch ist fort und mit ihm seine Erinnerungen, sein Leben und ebenso sein Hab und Gut.

November 5, 2010Melli 8 Comments »
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Urlaub und andere Freuden

Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, hatte ich Urlaub. Was ich alle gemacht habe, zähle ich gleich auf, aber Fotos werden nachgereicht, weil ich glaube, meine Kamera vergessen zu haben. (Wie üblich vergesse ich immer irgendwas.)

Urlaub fing am 22.5. an und endete am 29.5.

- Samstag: Anreise (Wuppertal)  + Familientag mit Schnitzel und Bier
- Sonntag: Frühstück und dann ab mit Tim in den Zoo (Elefäääääänt) und kurzen Abstecher ins Brauhaus
- Montag: Reiner Gammeltag. Eigentlich war ein Treffen mit Tanja und Patrick geplant, ist aber morgens abgesagt worden.
- Dienstag: Treffen mit Sarah, durch die Stadt latschen, Einkaufen und schön in der Sonne an der Wupper Bierchen trinken und quatschen
-Mittwoch: Die meiste Zeit mit Melli im Auto verbracht, rumgefahren, ihre Mutter abgeholt, einkaufen gewesen und laut mit dem Autoradio gesungen.
-Donnerstag: Mit Melli und Familie gefrühstückt, ein paar Gänge erledigt, ins Haribowerk gefahren (und eingedeckt) und später dann Skip, Sarah und Kai besucht.
-Freitag: Morgens Abreise und bei Celina gelandet, der beim Aufbau geholfen und abends mit ihr und ihren Freunden schön gefeiert und gegrillt :D (Später bei Frostgraden gezeltet ><)
-Samstag: Morgens um 8 heimgefahren, um 9 da gewesen und den ganzen Samstag bis 20 Uhr verpennt (Da war von der ganzen Woche Nachholbedarf, immer früh aufgestanden, aber wenig geschlafen)
- Sonntag: Gammeltag.

Wie ihr seht, war meine Woche total vollgestopft, gefallen hat sie aber trotzdem ;)

Mai 30, 2010Melli No Comments »
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Ungerecht

Wie so oft, wenn ich schlecht schlafe oder träume (was leider der Fall war) denke ich am Tag danach zu viel nach. Es ist fast, als müsse man das, was man nachts nicht verarbeiten konnte, am Tag darauf nachholen.
Ich konnte auf Grund von übertriebenen Hitzewallungen und gleichzeitig wieder Schüttelfrost nicht einschlafen. Wenn ich ein Fieberthermometer hätte, könnte ich euch sagen, ich hätte Fieber gehabt – so allerdings vermute ich es einfach nur. Natürlich könnte ich das auch googlen, aber eigentlich bin ich nicht scharf drauf, hinterher zu glauben, ich müsse auf jeden Fall an irgendeiner Krankheit sterben. Man kennt das ja, gib ein Symptom bei Google ein und er spuckt dir gefühlte 300 Krankheiten dafür aus.
Abgesehen von der Müdigkeit geht es mir aber wieder gut. Moment, wo ist die Müdigkeit? Wir haben bald 3 Uhr morgens. :O

Na ja, wie dem auch sei. Kennt ihr eine der bekanntesten Fragen?
Warum ist die Welt so ungerecht? Eine Frage die mit einer geschätzten Million anderer Fragen einhergeht. Ich nenn’ euch mal ein paar Beispiele.

- Warum werden die, die es am wenigsten verdienen krank und die Menschen, die anderen Leid antun, werden es nicht?
-  Warum bekommt nicht jeder nur das, was er auch verdient?
- Warum kommt man als Arschloch weiter, als die anderen?
- Warum bilden sich Menschen ein, sie seien über andere erhaben oder können ihnen grundlos weh tun?

Natürlich gibt es da mehr, aber jeder kennt die Gedanken, jeder kennt die Fragen, die ich mir heute stellte.

Ich für meinen Teil versuche zu glauben,
dass jeder irgendwann bekommt, was er verdient und wenn es noch so lange dauert.

Also, ihr schlechten Menschen da draußen, macht euch gefasst.

Mai 11, 2010Melli 6 Comments »
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Leben

Leben.

Mein Leben
ist ohne Sinn.
weil ich bin,
wie ich bin.

Verfickt nochmal
kann es sich nicht einmal
um etwas anderes dreh’n?
Ich will nicht
zweimal,
einmal,
an selber Stelle steh’n.

Wo ist mein Platz
in der scheiß Welt?
Sags mir,
du bekommst auch Geld.
Geld ist,
worum sich die Kugel dreht
und weißt du was?
Nichtmal das hab ich
weil mir daran
die Lust vergeht.

Woran glaube ich, woran
und was?
Ich kanns nicht sagen.
Ich glaube
dass die Reise ewig dauern wird
und ich mag fragen
ob sich da nicht jemand irrt
zu sagen
dass daran nichts zu ändern sei.

Und wenn nicht,
schipper ich ewig
auf diesem verkackten
verdreckten Floß
durch den Fluss
der Leben heißt.
Nichts fällt einem in den Schoß
nicht ist geschenkt
und jetzt ist Schluss!

Iiii looooveeee youuuu *summ*..

September 3, 2009Melli No Comments »
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Hand

Bist du ganz allein,
weißt nicht wohin.
Fragst was du hier sollst
und nach dem Sinn.
Weißt ganz einfach nicht mehr weiter,
sitzt am Ende dieser Leiter
der Leiter des Lebens.
Wenn eine Sprosse bricht
ein Schmerz dich sticht
und du drohst zu fallen
Dann greife nach der Hand
die ich dir gebe.
Damit du nicht fällst
es leichter ist,
diese Leiter
zu besteigen.
Gib mir Bescheid,
wenn du Hife brauchst
denn ich bin da.
Gemeinsam -
ist man nicht einsam.

September 2, 2009Melli No Comments »
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Sehnsucht

Es hat angefangen zu Schneien.

Jedes Jahr um etwa die selbe Zeit, tut es das.
Ich stehe an diesem Fenster, blicke hinaus in den kalten Wintertag und denke an dich.
An die alten Zeiten, die nun nur noch vergilbte und verknickte Erinnerungen sind, die mir zeigen, dass du da warst.
An alte Tage mit viel Lachen, viel Weinen und einigem dazwischen. Ich schlage sie zwischendurch immer wieder auf, wie eine alte Zeitung, deren Inhalt einfach zu wichtig war, um jemals vergessen zu werden.
Ich könnte sie in den Altpapiercontainer werfen, in das mein Leben auch irgendwann kommt, aber warum sollte ich das?
Nur, weil du nicht mehr da bist?
Nein, das werde ich nicht!

Damals hast du an diesem selben Fenster gestanden,
das alte Holzfenster dessen Farbe langsam abblättert und das wahrscheinlich damals schon älter war, als wir beide zusammen.
Du hast eine Weile hinaus gesehen, ein Lächeln auf den Lippen und du hattest den selben, strahlenden Gesichtsausdruck gehabt, den Kinder haben, wenn es beginnt zu Schneien.
Der Schnee ist da..
Ein leises Flüstern, fast ein Streicheln deiner Worte.
Ich konnte hören, dass dich das freute, denn ich wusste den Klang deiner Stimme zu deuten, selbst wenn sie noch so leise war.

Ich stand unmittelbar hinter dir und wunderte mich, dass du dich darüber noch so freuen konntest.
Für viele andere bedeutete Schnee nur noch Ärger, Zeitaufwand und schlechtes Durchkommen.
Für all die Erwachsenen, die vergessen haben, was es heißt, die kleinen Freuden des Lebens zu schätzen und in allem nur noch die negativen Seiten betrachten können.
Die einfach zu verwachsen waren, um Kind zu bleiben.

Inmitten meiner Gedanken sagtest du plötzlich:
Weißt du was aus Schnee wird, wenn er schmilzt?
Ich dachte keinen Augenblick nach und antwortete, was mir logisch erschien:
Na, Wasser natürlich, das ist einfach.
Du hast nur gelächelt und den Kopf geschüttelt.
Ich sah dich fragend an, das weiß ich noch, denn ich hatte keine andere Antwort erwartet.
Nein, wenn der Schnee schmilzt, wird es Frühling. Die Kälte kann so lange anhalten wie sie will, doch letztendlich schmilzt der Schnee immer und es wird Frühling. Ich liebe den Frühling.“, sagtest du.
So hatte ich über die Sache damals nie nachgedacht.

Mit dem Winter, dem Schnee kommt die Sehnsucht.

August 16, 2009Melli No Comments »
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