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Das Kind in dir #3 – Abenteuer draußen

Der dritte Abschnitt von Heuni’s Projekt : Das Kind in dir hatdas Thema “Abenteuer draußen”  und endet am 20. März sodass ich noch schnell schreiben muss.
Ich hatte nicht so viel Zeit zum Bloggen im Moment, daher kommt der Beitrag etwas spät. Aber wir haben ja noch nicht den 20. :D
Vermutlich kommen hier auch ein paar Sachen ans Licht, die meine Eltern nicht gutheißen würden, weil sie bis jetzt noch nichts davon wussten :D

- Früher hatten wir ein Haus mit einem recht großen Garten (der auch schöne Beete hatte) und nebenan wohnte mein Klassenkamerad mit seinem kleinen Bruder, deren Garten direkt an unseren grenzte und anfangs nur durch einen niedrigen Maschendrahtzaun abgegrenzt wurde.  Mit besagten Nachbarn haben wir sehr viel Zeit verbracht. Wir schaukelten, kletterten auf die Leiter (Wir hatten so eine Schaukel) und sprangen mit dem Sonnenschim von oben runter, wir fingen Schneider (auch Schnake/Schuster/Tod genannt) und zählten, wer die meisten hatte, wir grillten oft mit der Familie und saßen auch viel so im Garten und malten Malbücher aus oder so. Wir hatten auch einen Sandkasten und später einen 90cm hohen, runden Pool in dem wir vor allem im Sommer hockten. Ab und zu kamen auch Freunde oder besagte Nachbarn um zu schwimmen oder zu spielen. Manchmal schlichen mein Bruder und ich  am Wochenende über den Zaun zu unseren Nachbarn, um mit denen zu spielen, wenn unsere Eltern noch schliefen. Diese hatten ebenfalls eine Schaukel, allerdings eine andere, aus Metall.

- Später erweiterte sich der Bereich und zog sich durch die Nachbarschaft. Inline Skaten auf der Einfahrt oder hinterm Haus, Fahrrad fahren bis man aus dem Dorf kam,  irgendwelche Wälder besuchte und dann abends schnell wieder nach Hause düste, um nicht zu spät zu kommen. Ab und zu spielten wir auf der Einfahrt und dem kleinen Vorgarten “Pokemon”. Taten so, als seien wir Pokemon, kämpften und bestimmten danach, wer gewonnen hatte, was davon abhing, wie stark man war und welche Attacken man kannte.  Zwischendurch war ich auf einem Reiterhof, dessen Namen ich nicht weiß und musste mal querfeldein über einen Acker laufen, um nicht zu spät nach Hause zu kommen. Als ich dann zu Hause war, bekam ich von meiner Oma, die gerade da war, riesigen Ärger, weil meine Hose bis zu den Knien voll mit Matsch war. Zu spät kam ich im übrigen trotzdem, weil es regnete und ich immer wieder tief im Acker einsank.

- Irgendwann spielten wir meist im Neubaugebiet, in dem meine beste Freundin wohnte. Nicht weit von ihrem Haus war ein großer Berg aus Mutterboden, der teils mit Pflanzen bewachsen war. In diesen haben wir zwischendurch Löcher gegraben, aus der Erde Möbel geformt und eine Form von “Vater-Mutter-Kind” gespielt. Nur, dass das Kind meist durch einen Hund ersetzt wurde, der irgendwie viel cooler war. Ziemlich oft haben wir uns auch mit Kindern aus ihrer Nachbarschaft angelegt, weil die irgendwie total scheiße waren. :D An einem haben wir uns gerächt, in dem wir ihn einen kleinen Grashüpfer in Bonbonpapier gewickelt haben. Er lebte nicht mehr, sonst hätten wir das sicher nicht mehr gemacht. Ansonsten spielten wir mit Barbies und Kreide auf ihrer Einfahrt oder fuhren Fahrrad im  Neubaugebiet. Dort lebte auch eine Familie, mit einem Hund namens Sierra, den ich ab und zu mal ausführte. Sie war wild auf Wassereis und das bekam ich meist, wenn ich den Hund zurück brachte. Das war schon cool. :)

- An einem nahe gelegenen kleinen Bach oder was das gewesen sein sollte fingen wir Kaulquappen und kleinere Fische oder liefen am Ufer entlang um zu schauen, wohin das führen möge.  Irgendwann entdeckten wir auch ein Stück vom Lüllinger Kanal in dem wir schwammen (das hätte meine Mutter wohl nicht so gern gesehen, aber das Wasser war nicht tief) oder die Füße darin badeten. Dort war auch eine kleine Holzbrücke und etwas weiter entfernt ein Metallpfeiler, der sehr schmal war. Dort mit dem Fahrrad rüber zu fahren kostete Überwindung und war im nachhinein vermutlich auch nicht so gesund (es ist zwar nie jemand runtergefallen, aber hätte ja passieren können). Daran grenzte ein Wald und wir haben dort in den Bäumen gespielt, die zum Teil verdammt harzig und klebrig waren.

- Sehr beliebt war auch das Maislabyrinth (das größte Europas!!)  und das Plantaria (von dem ich auf der Seite gerade erfuhr, dass er jetzt geschlossen hat :( (( Dabei war das sooo cool da)  in unserem Dorf.

- Als wir dann in Weeze wohnten, kannten mein Bruder und ich nicht so viele Leute und waren meist zusammen irgendwo. Meistens war das der Weezer Tierpark oder das Ufer der Niers. Dort gab es einen Kanuverleih und wir bestaunten ab und zu Paddler oder Menschen, die mit riesigen Flößen über die Niers schwammen. Ab und zu fütterten wir auch Enten, die dort zu Hause waren mit Futter aus dem Tierpark, das meistens übrig blieb.

- In Wuppertal saßen Sarah und ich meistens am Wupper-Ufer und tranken was, oder quatschten einfach nur. Ab und zu war auch eine Fotosession drin, wir fuhren sinnlos Schwebebahn von Endstation zu Endstation, bummelten in der Stadt, liefen ziellos durch die Gegend, saßen in der Gartensiedlung oder auf einem Spielplatz. Man hätte denken können, wir hätten kein Zuhause. :)