Bang!Bang!
Gestern war ich in Public Enemies.
Wem das nichts sagt, das ist ein 30er-Jahre-Gangsterfilm mit viel
Geballer aber auch Humor, Romantik und sehr nachdenklichen Szenen. Er
beruht auf einer wahren Geschichte und man könnte fast bereuen, damals
nicht dabei gewesen zu sein, nur um den Augenblick zu erleben.
Johnny Depp ist für die Besetzung des John Dillingers bestens
geeignet und auch Christian Bale macht seine Sache als nicht zu
verachtender Gegner gut.
Man fühlt sich immer wieder von John’s Charme angezogen, seinen
Sprüchen erheitert und denkt letztendlich auch viel über seinen
wahren Kern nach, der ab und zu zum Vorschein kommt. (Meine Meinung
lasse ich an dieser Stelle mal offen.)
Der Film an sich ist gut gemacht, man erkennt sofort, dass er in
den 30ern spielt und obwohl er 140 Minuten geht, habe ich mich nicht
eine Minute gelangweilt, eher im Gegenteil. Es fühlte sich eher an,
als sei ich live dabei gewesen. Ab und zu ruckelt die Kamera, die
Szenen wechseln sehr schnell, plötzliche Schiessereien und man selbst mitten darin.. Man kann sich
einfach nicht langweilen, finde ich.
Fazit: Dieser Film ist was für’s Herz, aber auch Menschen, die
rein auf Action aus sind, kommen keinesfalls zu kurz. Kindern würde
ich ihn nicht unbedingt empfehlen, da er nicht unbedingt verständlich
und an manchen Stellen doch brutal (oder zumindest blutig) ist.
Wenn ich Voten müsste, würde ich ihm die volle Punktzahl geben,
schätze ich.
