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Rezension: Sehen wir uns morgen?

Sehen wir uns morgen? von Alice Kuipers

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (7. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596178479
  • ISBN-13: 978-3596178476
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 13 Jahre
  • Originaltitel: Life on Refrigerator Door
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2 cm
    Preis: 7,95€

Klappentext:
Claire und ihre Mutter verpassen sich ständig.Dann hinterlassen sie sich Nachrichten an der Kühlschranktür – mit Einkaufslisten, Verabredungen, kleinen Geschichten aus ihrem Leben.

Bis die Mutter eines Tages die Entdeckung macht, nach der nichts mehr ist wie zuvor. Und Mutter und Tochter auf den kleinen Zetteln so viel mehr unterbringen müssen als bisher..”

Rezension:

Zum Buch an sich:
Der Stil gefällt mir sehr gut, die Mutter-Tochter-Beziehung wird sehr verdeutlicht, dadurch, dass einem wirklich _nur_ die kleinen Briefe zwischen Mutter und Tochter aufgetischt werden, anstelle einer vollen Geschichte. Man spürt die Gefühle des jeweiligen anderen und ich finde, das hat Alice Kuipers sehr gut umgesetzt. Schade finde ich nur, dass auf einer Seite manchmal nur 4 Zeilen stehen und ständig geblättert werden muss. Lesen lässt es sich gut und schnell (für mich zu schnell) ist daher auch für Lesemuffel und Bus-/Zugleser geeignet, die keine langen Fahrten machen. Manchmal ist es etwas zu oberflächlich und man muss sich den Rest zusammenreimen, aber alles in allem, wirklich toll gemacht. (7/10)

Zum Inhalt:
Ich habe mir das Buch gekauft, als mein Vater noch nicht erkrankt  ist und dachte noch darüber nach, wie ich mich fühlen würde, wenn mir das passierte. Jetzt habe ich es zum mittlerweile 4. Mal gelesen (weil es so schnell geht) und finde, dass er immer noch nichts von dem Charme verloren hat. Nur, dass es mir beim 4. Mal näher ging, weil ich mich – leider – so gut reinversetzen konnte. Die Geschichte ergibt Sinn, man kann sich gut hineinversetzen, die Gefühle verstehen und es wird deutlich, was dort passiert und vor allem möchte man unbedingt wissen, wie es ausgeht.  (8/10)

Fazit: Auf jeden Fall lesenswert!

Mai 2, 2010Melli 4 Comments »
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Stöckchen #11

Das Stöckchen musste ich einfach bei Hannah klauen. Versteht doch, ich MUSSTE. Daran ging kein Weg vorbei!
Hannah hat es bei Sunshine gefunden, danke Sunshine, dank dir konnte ich es bei Hannah klauen. *-* ♥

1. Nimm 5 Bücher aus dem Regal.

- Anne Sophie Brasme – Dich schlafen sehen
- Bertolt Brecht – Der gute Mensch von Sezuan
- Ildikó von Kürthy – Höhenrausch
- Karen McCombie – Spiegelverkehrt
- Sarah Dessen – Ich bin du

2. Buch Nr. 1 – Erster Satz

Eine Straße in der Hauptstadt von Sezuan.
(Bertolt Brecht – Der gute Mensch von Sezuan)

3. Buch Nr. 2 – Letzter vollständiger Satz auf Seite 50

Ihr kennt das sicher: Man weiß genau, dass die Leute eine bestimmte Meinung über einen haben, und egal was man tut oder lässt, sie ändern diese Meinung nie.
(Karen McCombie – Spiegelverkehrt)

4. Buch Nr. 3 – Zweiter vollständiger Satz auf Seite 100

Also: Traue keinem Mann, mit dem du gerade eine Nacht verbracht hast.
(Ildikó von Kürthy – Höhenrausch)


5. Buch Nr. 4 – Vorletzter vollständiger Satz auf Seite 150.

Also beschloss ich, ihm aus dem Weg zu gehen.
(Anne-Sophie Brasme – Dich schlafen sehen)


6. Buch Nr. 5 – Letzter Satz des Buches.

Ich ganz allein.
(Sarah Dessen – Ich bin du)

7. Bilde aus den 5 Sätzen einen kurzen Text

(Das wird ein komischer Text)

Ihr kennt das sicher: Man weiß genau, dass die Leute eine bestimmte Meinung über einen haben, und egal was man tut oder lässt, sie ändern diese Meinung nie. Also: Traue keinem Mann, mit dem du gerade eine Nacht verbracht hast. Also beschloss ich, ihm aus dem Weg zu gehen. Ich ganz allein. Eine Straße in der Hauptstadt von Sezuan.

Stöckchen

Das Stöckchen hab ich bei Hannah geklaut.
Die Regeln:

1. Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat).
2. Öffne das Buch auf Seite 123.
3. Finde den fünften Satz.
4. Poste die nächsten drei Sätze.

Als ich in diesem Moment im Sekretariat begriff, dass niemand die Wahrheit über mein Leben kannte, wurde mein gesamtes Weltbild erschüttert.
Als würde ich auf unebener Straße plötzlich die Kontrolle über mein Fahrzeug verlieren und für einen Moment von der Fahrbahn abkommen.
Die Räder wirbeln ein wenig Erde auf, bevor man wieder auf der Straße ist.
Doch wie fest man das Steuer auch im Griff haben mag und wie sehr man sich darum bemüht, geradeaus zu lenken, so hat man doch das Gefühl, von irgendeiner Kraft abgedrängt zu werden und allmählich die Kontrolle zu verlieren.
Irgendwann hat man keine Kraft mehr dagegen anzukämpfen, und beschließt, der Sache ihren Lauf zu lassen.

September 19, 2009Melli 8 Comments »
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