Ein tolles Festival ging zu Ende und so will ich euch davon berichten!
Am Freitag fuhren Sarah und ich los, ab über die Autobahn, im Gepäck etliche Bierdosen, 2 Flaschen Wodkamische (Waldfrucht und schwarzen) ein knalloranges Zelt und Aufregung, sowie gute Laune. Nachdem das Navi ein paar Spirenzchen machte, kamen wir auch endlich an.
Nun hieß es Gepäck hinüber schleppen, Zeltplatz finden, selbiges aufbauen und schon mal ein bisschen feiern.
Begrüßt wurden wir übrigens mit den Worten “Weibliche Verstärkung” und bekamen beim Zeltaufbau einen Hammer ausgeliehen, weil wir natürlich keinen dabei hatten
Sehr nett, soweit
Auch um uns herum, waren wohl viele nette (und lustige Leute) und schräg gegenüber gab es immer (gute) laute Musik.
Am Samstag ging es dann endlich los.
Um 12.30 fing Miss Construction an, die mit interessanten Videoclips aufwarteten und eine gute Show ablieferten. Alle Songs wollen mir nicht mehr ins Gedächtnis, aber sie spielten auf jeden Fall “Totes Fleisch” , “Fuck you bitch” und “Kunstprodukt” die allesamt gut waren. … Die Staatenhalle war noch nicht sonderlich voll, aber es gab doch einige Fans. Danach hatten wir eine kurze Verschnaufpause und gingen zur Mainstage, die große Hauptbühne des Tanzbrunnens in Köln.
Dort rockten End of Green immerhin 40 Minuten lang. Auch dort gab es noch gar nicht so viele Fans, wie ich vielleicht erwartet hatte, aber es wurde auch zum Nachmittag hin erst voller. (Selbst auf dem Zeltplatz trudelten am Samstag noch so einige Camper mit ihren Klamotten ein)… Danach gingen wir nochmal eine Runde, sahen uns 15 Minuten lang Ashbury Heights an, die für meinen Geschmack ein bisschen mehr Power hätten gebrauchen können. Auch ihr Equipment war neu und funktionierte nicht einwandfrei. Das tat aber allem natürlich keinen Abbruch

Solitary Experiments wollten wir nicht verpassen, daher verließen wir das Konzert Ashbury Heights’ frühzeitig, um rechtzeitig in der Staatenhalle zu sein. Dort verblieben wir auch sofort, sahen uns den Soundcheck und den darauf folgenden Auftritt von Nachtmahr an. Von dem bin ich ja immer noch begeistert. Dieser Mensch weiß einfach, wie man begeistert.
Auch die für Nachtmahr typischen “Mädchen in Uniform” waren gesanglich und auch menschlich vertreten. 
“Tanzdiktator, “Boom Boom Boom” und “Murder on the dancefloor” haben von den Socken gehauen und die Halle fast zum Beben gebracht.
Nach dem Auftritt verließen wir noch einmal die Staatenhalle um frische Luft zu schnappen, setzten uns in die Nähe der Mainstage, wo gerade Blutengel performten und ließen unseren Füßen ein Päuschen. Dann ging es wieder zurück in die Staatenhalle, wo mein persönliches Highlight des Tages bereits ihren Soundcheck vollführten: The Crüxshadows. Der USA-Act performte wie gewohnt mit Kletteraktionen, Lichtershow und hübschen Tänzerinnen und selbst meine drei Lieblingssongs (“Marylin, my bitterness”, “Birthday” , “Sophia”) kamen nicht zu kurz. Was hab ich mich gefreut! Dankbar bin ich da im übrigen auch Sarah, die eigentlich gar nicht so angetan von denen war.
Verstanden habe ich allerdings nicht, wieso die Crüxshadows in der Halle spielen mussten, ich bin der Meinung, die hätten auch die Mainstage verdient, denn Blutengel lieferten lediglich ihren üblichen Kram ab.

Nach dem genialen Auftritt blieb uns dann etwas Zeit, liefen draußen herum, sahen uns die Stände an und saßen dann wieder in Nähe der Mainstage auf den Boden, da es zum Verrecken keinen einzigen freien Platz mehr gab (16.000 Besucher anyone?). Um 20.35 ging es dann mit dem letzten Kracher los: AND ONE!
Nicht umsonst Headliner des Amphi Festivals 2010! Herr Naghavi (“STEEEEEVE!”) performte in Bundeswehrtarnanzug, schwarzer Weste und Sonnenbrille Songs wie “High” , “Steine sind Steine” und “Deutschmaschine”. Herr Naghavi versteht es nach wie vor zu feiern, die Stimmung anzuheizen und ist live einfach eine Wucht

Damit klang für uns dann der Samstag aus. Fazit: Zertanzte Füße, hauptsächlich Elektro, ein toller Bassist, super Wetter und viel, viel tolle Musik.