Archive for the ‘Selbstverfasstes’ Category

Haus der Erinnerung

Ich betrat das Haus der Erinnerung, sah mich in seinen staubigen Gefilden um.
Das Licht brach sich in den Fenstern, die schon lange nicht mehr geputzt worden waren und brachten goldenes Licht hinein.
Der Staub tanzte darin – schwerelos. Schwerelos war auch ich, gedankenverloren, in diesem Haus. Die Treppe knarrte, das Holz war morsch und muffig, aber ich wusste, wie es noch vor ein paar Jahren ausgesehen hatte.
Ich berührte das Geländer, kühl war es und standhaft, wie vor vielen Jahren. Ein Loch in der Wand, hineingerissen durch Wut und Verachtung – ich  bedeckte es mit einer Hand. Weitere Risse waren im Mauerwerk zu verzeichnen – schwere Zeiten hatte es miterlebt.
Die feuchte Luft, die in meine Lungen strömte, erzählte vom Regen der vergangenen Jahre.
Auf dem Dachboden lagen alte Spielzeuge, verdreckt und zurück gelassen. Eine Melodie flatterte durch den Raum, bereit wahrgenommen zu werden, niemals zu verhallen.


Eine Reise durch die Zeit. Eine Zeit die es niemals wieder geben wird, aber eine Melodie in unserer aller Herzen bleibt.

Gedicht: Vampir

Ein etwas holpriges und somit unbeholfenes Gedicht.
Davon hab ich heute geträumt. Allerdings war ich der Kerl, das war verwirrend. :D

Ich schreite durch’s Dunkel
- gerufen von dir
Ich komme schon bald,
habe keine Angst vor ihr.

Dort beim alten Baum
erwartest du mich
und es ist kein Traum,
denn ich sehe dich!

Knisterlaub, feucht und kalt
Ein Mond so rot wie Blut
Wind treibt Schatten in den Wald
Mond taucht ihn in Glut.

Ich hab lang auf dich gewartet
weißes Kleid, langes Haar
und jetzt ganz unerwartet
bist du plötzlich da.

Unsere Liebe wird ewig sein
an deinen Lippen hängt der Tod
nun bin ich nicht mehr allein,
und das vorm nächsten Morgenrot.

Das Gedicht ist etwa 2 Monate alt, passte aber irgendwie gut zum Traum.

Februar 28, 2010Melli No Comments »
FILED UNDER :Gedanken , Selbstverfasstes
TAGGED WITH : , , , ,

Regen

Der kalte, eisige Regen
prasselt gegen die Fensterscheibe
rinnt an ihr hinab
um unten einfach zu zerfließen
und zu verschwinden.
Warum können Worte
nicht genauso an mir hinabfließen
und auf dem Boden
versickern, vertrocknen, verschwinden?
Stattdessen dringen sie ein,
zerfetzen, was sie berühren
Herz, Magen, Lunge, Seele.
Sie hinterlassen Kälte,
eisige Kälte,
Zittern, Schmerzen,
Einsamkeit.
Man kann den Regen abwischen,
man kann ihn trocknen,
doch Worte erzeugen Gefrierbrand
fressen sich in die Haut,
sie bleiben.
Denn wer erinnert sich an den Regen?
Niemand.

[14.11.2009 - 02:46 Uhr - Schlaflos.]

November 14, 2009Melli 1 Comment »
FILED UNDER :Alltaeglicher Wahnsinn , Gedanken , Selbstverfasstes
TAGGED WITH : , , , , , , , ,

Schwer.

Der Kopf ist leer
ohne Gedanken
ohne Schranken,
und ich im Wanken.
Das Herz einsam,
gefüllt mit Blei
ohne Rythmus
ohne Schlaf.
Die Glieder schwer,
das Blut gefriert
es pocht einmal
und steht nun still.

Alle haben es auf mich abgesehen. Jetzt auch schon die Konservendosenfirmenmafia! Erst die Fahrradsabotage jetzt der Mais-fliegt-durch-die-Küche-Anschlag. Dazwischen der Quarkfreiflug.. Ich hab langsam das Gefühl, da will’s mir jemand einfach nicht leicht machen. Aber ha! Ich lebe noch. *hämisch grins*

September 20, 2009Melli No Comments »
FILED UNDER :Alltaeglicher Wahnsinn , Gedanken , Selbstverfasstes
TAGGED WITH : , , , ,

Leben

Leben.

Mein Leben
ist ohne Sinn.
weil ich bin,
wie ich bin.

Verfickt nochmal
kann es sich nicht einmal
um etwas anderes dreh’n?
Ich will nicht
zweimal,
einmal,
an selber Stelle steh’n.

Wo ist mein Platz
in der scheiß Welt?
Sags mir,
du bekommst auch Geld.
Geld ist,
worum sich die Kugel dreht
und weißt du was?
Nichtmal das hab ich
weil mir daran
die Lust vergeht.

Woran glaube ich, woran
und was?
Ich kanns nicht sagen.
Ich glaube
dass die Reise ewig dauern wird
und ich mag fragen
ob sich da nicht jemand irrt
zu sagen
dass daran nichts zu ändern sei.

Und wenn nicht,
schipper ich ewig
auf diesem verkackten
verdreckten Floß
durch den Fluss
der Leben heißt.
Nichts fällt einem in den Schoß
nicht ist geschenkt
und jetzt ist Schluss!

Iiii looooveeee youuuu *summ*..

September 3, 2009Melli No Comments »
FILED UNDER :Selbstverfasstes
TAGGED WITH : , , , ,

Hand

Bist du ganz allein,
weißt nicht wohin.
Fragst was du hier sollst
und nach dem Sinn.
Weißt ganz einfach nicht mehr weiter,
sitzt am Ende dieser Leiter
der Leiter des Lebens.
Wenn eine Sprosse bricht
ein Schmerz dich sticht
und du drohst zu fallen
Dann greife nach der Hand
die ich dir gebe.
Damit du nicht fällst
es leichter ist,
diese Leiter
zu besteigen.
Gib mir Bescheid,
wenn du Hife brauchst
denn ich bin da.
Gemeinsam -
ist man nicht einsam.

September 2, 2009Melli No Comments »
FILED UNDER :Selbstverfasstes
TAGGED WITH : , , , , ,

Sehnsucht

Es hat angefangen zu Schneien.

Jedes Jahr um etwa die selbe Zeit, tut es das.
Ich stehe an diesem Fenster, blicke hinaus in den kalten Wintertag und denke an dich.
An die alten Zeiten, die nun nur noch vergilbte und verknickte Erinnerungen sind, die mir zeigen, dass du da warst.
An alte Tage mit viel Lachen, viel Weinen und einigem dazwischen. Ich schlage sie zwischendurch immer wieder auf, wie eine alte Zeitung, deren Inhalt einfach zu wichtig war, um jemals vergessen zu werden.
Ich könnte sie in den Altpapiercontainer werfen, in das mein Leben auch irgendwann kommt, aber warum sollte ich das?
Nur, weil du nicht mehr da bist?
Nein, das werde ich nicht!

Damals hast du an diesem selben Fenster gestanden,
das alte Holzfenster dessen Farbe langsam abblättert und das wahrscheinlich damals schon älter war, als wir beide zusammen.
Du hast eine Weile hinaus gesehen, ein Lächeln auf den Lippen und du hattest den selben, strahlenden Gesichtsausdruck gehabt, den Kinder haben, wenn es beginnt zu Schneien.
Der Schnee ist da..
Ein leises Flüstern, fast ein Streicheln deiner Worte.
Ich konnte hören, dass dich das freute, denn ich wusste den Klang deiner Stimme zu deuten, selbst wenn sie noch so leise war.

Ich stand unmittelbar hinter dir und wunderte mich, dass du dich darüber noch so freuen konntest.
Für viele andere bedeutete Schnee nur noch Ärger, Zeitaufwand und schlechtes Durchkommen.
Für all die Erwachsenen, die vergessen haben, was es heißt, die kleinen Freuden des Lebens zu schätzen und in allem nur noch die negativen Seiten betrachten können.
Die einfach zu verwachsen waren, um Kind zu bleiben.

Inmitten meiner Gedanken sagtest du plötzlich:
Weißt du was aus Schnee wird, wenn er schmilzt?
Ich dachte keinen Augenblick nach und antwortete, was mir logisch erschien:
Na, Wasser natürlich, das ist einfach.
Du hast nur gelächelt und den Kopf geschüttelt.
Ich sah dich fragend an, das weiß ich noch, denn ich hatte keine andere Antwort erwartet.
Nein, wenn der Schnee schmilzt, wird es Frühling. Die Kälte kann so lange anhalten wie sie will, doch letztendlich schmilzt der Schnee immer und es wird Frühling. Ich liebe den Frühling.“, sagtest du.
So hatte ich über die Sache damals nie nachgedacht.

Mit dem Winter, dem Schnee kommt die Sehnsucht.

August 16, 2009Melli No Comments »
FILED UNDER :Selbstverfasstes
TAGGED WITH : , , , , ,

Happy Birthday!

An Geburtstags-Chris <3
Du bist mir in all der Zeit ans Herz gewachsen, hast dich quasi darin
festgebissen, wie ein Pitbull, der einmal Blut geleckt hat.
Du hast eine wichtige Rolle eingenommen und bist nun einer der
wichtigsten Menschen in meinem Leben.
Du hörst mir zu, machst Blödsinn mit mir, teilst ebenfalls Gefühle
und Gedanken mit mir und bist einfach immer da.
Ich möchte dir dafür danken und dir natürlich zu deinem nun 22.
Geburtstag gratulieren.
Feier heute schön und stell nicht zu viel Blödsinn an. 
Ich hab dich unendlich lieb.
Ich hoffe, dass dir der folgende Text ein wenig gefällt.

Worte, fließendes Gold
gesponnen aus Liebe.
Lichtbringer, so hell
in diesen Zeiten.
Unscheinbar,
doch gewichtiger, als die Welt.
Für mich.
Hände so sanft
und trotzdem stark
halten die meinen
in dunkler Nacht.
Stützen im Leben.
Für mich.
Ohren, die verstehen
zwischen den Zeilen
Hören
ohne weg zu hören.
Eine Anlaufstelle.
Für mich.
Augen ehrlich
wie nichts sonst
hinter alles blickend
Fenster zur Seele.
Für mich.
Lächeln, wie die Sonne
strahlend und warm
Funke im Dunkeln.
Stimmungsaufheller.
Für mich.
Ein Herz
unvergiftet und rein
wie klares Eiswasser
gleichmäßig plätschernd
im See des Lebens.
Wie meins.

Bist ein klasse Mensch! <3

Juli 31, 2009Melli No Comments »
FILED UNDER :Allgemein , Selbstverfasstes
TAGGED WITH : ,