Sportmuffel

Viele Menschen sehen unglaublich viel Sport im Fernsehen. Die Mutter meines Ex stand um 4 auf, um Boxen zu schauen, meine Schwiegereltern schauen andauernd die Winterspiele..
Ich verstehe nicht, was Menschen an den Sportarten finden. Skispringen und Skilanglauf finde ich superlangweilig.. Ich musste es ja nun oft genug ansehen, wenn ich da war, weil keiner auf die Idee kam, etwas anderes einzuschalten. Ich starre auf Namen, Zeiten und und sehe dann den Sieger.. Aber diese Sportarten erschließen sich mir einfach nicht. Ist nicht so, dass ich nicht verstehen kann, was die Menschen an diesem Sport reizt, aber ich kann nicht verstehen, wie man da ewig vor der Glotze sitzt und zusehen kann..

Vielleicht ist das einfach nur Geschmackssache, aber ich sehe darin überhaupt keinen Reiz, irgendwie. Genauso wenig wie bei Formel 1 oder sonstigen Autorennen. Und da kann man jetzt sagen: Ja, du verstehst das nicht, du weißt nicht, was die Sportart ausmacht.. Na ja, ich bin selbst Ski gefahren und das wirklich sehr gerne, ich weiß, wie viel Spaß Kart fahren macht und auch die zugehörigen Konsolen- und Computerspiele.. Ich finde es einfach nur langweilig, dabei zuzusehen.

Fußball ist noch eine Sache, das sehe ich mir ab und zu an, aber die restlichen Sportarten finde ich irgendwie einfach nur langweilig.

Was macht für euch den Reiz aus?

März 2, 2011Melli 4 Comments »
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4 Responses to this entry

  • Daniel Says:

    Ist wirklich eine gute Frage, was es denn ist, das man am Sport überhaupt so findet. Musste auch erst kurz mal überlegen, aber meine Theorie ist folgende:

    Wir Menschen suchen nach Sachen, mit denen wir uns identifizieren können. Nimm z.B. Filme, Literatur etc.: Wir wollen, dass der Gute den Bösen besiegt; wir wollen, dass das Aschenputtel den Märchenprinzen kriegt. Es zwingt uns niemand, das zu wollen, aber wir legen uns – mehr oder weniger zufällig – darauf fest, dass eine Geschichte so oder so ausgehen soll, wir fiebern mit, wir haben Angst um den Protagonisten, wir lachen und wir weinen weil wir uns in diese Projektionsflächen hineinfühlen. Obwohl es bei Licht betrachtet für uns vollkommen irrelevant ist wie eine ausgedachte Geschichte verläuft.
    Und ich denke eben, Sport stellt eben auch genau so eine Projektionsfläche dar. Wir wollen, dass St. Pauli den FC Bayern besiegt. Nicht, weil uns persönlich das was bringt, sondern weil wir willkürlich-freilwillig Anteil daran nehmen.

    Und deshalb, denke ich, funktioniert Wintersport für dich und für mich auch nicht: Ich kann da diese Identifikation nicht aufbauen – wer sind denn diese Menschen, die da langlaufen? Klar ich könnte mit den deutschen Biathletinnen mitfiebern (und so sind die TV-Übertragungen ja auch aufgezogen, immer: die Deutschen, die Deutschen, die Deutschen…), aber… näää, lass mal!

    Ein anderer Punkt, warum Sport fasziniert, ist eben noch, dass man es sich zu einer Art Hobby machen kann, sich damit zu beschäftigen, sich Informationen über alle Hintergründe zu beschaffen, sich mit anderen darüber auszutauschen. Andere sammeln Briefmarken, ich diskutiere, einen wie großen Vorteil das innovative Auspuffsystem am neuen Renault in der kommenden Formel 1-Saison bringen wird ;)

    Posted on März 3rd, 2011 at 21:00 Reply | Quote
  • Melli Says:

    Danke für die ausführliche Antwort, Daniel.

    Mit dem Märchen-Vergleich hast du irgendwie recht, man legt sich automatisch fest, je nach Sympathie, nach Stimmung etc.. obwohl das alles nur Fiktion ist..

    Nun, Wintersport ist ja keine, aber ich kann mich mit den ganzen Menschen da (außerdem sehen die da irgendwie alle gleich aus) überhaupt nicht identifizieren. Mir macht es auch keinen Spaß stumpf die Zeiten abzulesen, keinen der Leute und Namen zu kennen und den Kommentaren zuzuhören (Deuuutschland) ..

    Formel 1 ist da für mich das selbe, ich kenn zwar Namen und gewisse Leute, aber für mich sind das da auch einfach nur Zeiten und Kommentare. Irgendwie kann ich da nicht mitfiebern.

    Posted on März 4th, 2011 at 12:49 Reply | Quote
  • Marcus Says:

    Also meiner Meinung nach ist der Zusammenhang folgender:

    1. In der Steinzeit sind die Menschen selber jagen gegangen. Also kein Grund Sport zu machen.
    2. Im Altertum haben die Herrscher große Gebäude gebaut in dessen Mitte regelmäßig Leute von Tieren zerfleischt wurden um das Volk bei Laune zu halten.
    3. Im Mittelalter wurden öfters größere Mengen Holz aufgeschichtet um rothaarige Frauen zu verbrennen. (Melanie sorry! :-p) Manchmal wurden Menschen auf Räder geflochten und lebendig ausgeweidet. Und drum herum stand das Jubelnde Volk.
    4. In der Renaissance flogen die Köpfe… usw.

    Naja und heute gibt´s Grundrechte, die Todesstrafe ist abgeschafft. Aber die Leute sitzen immer noch in Stadien und jubeln zweifelhaften Sportarten zu. An die Steinzeit denkt aber keiner mehr. :-p

    Posted on März 21st, 2011 at 11:51 Reply | Quote
  • Melli Says:

    @Marcus Mach dir nichts draus, ich wurde in der Arbeit heute erst wieder Hexe genannt ;)

    Aber dein Vergleich ist gut! :D

    Posted on März 21st, 2011 at 23:45 Reply | Quote

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